4. Langenbrucker Konzertfrühling 2020:
Merel Quartett mit Juliane Banse

Freitag, 22. Mai 2020, 19.30h
Reformierte Kirche Langenbruck
Eintritt frei

Merel Quartett

Mary Ellen Woodside, Violine
Edouard Mätzener, Violine
Alessandro D’Amico, Viola
Rafael Rosenfeld, Violoncello

«In einer Zeit, die besonders reich ist an Streichquartetten von hoher Qualität, scheint mir das Merel-Quartett eines der allerbesten.»
Alfred Brendel

mit Juliane Banse, Gesang

«Juliane Banse gehört zu den führenden, intelligenten Sopranistinnen, zumal in der Neuen Musik.»
Clemens Haustein, in: Fono Forum


«Nacht und Stille»

Roland Moser (*1943):
«Rencontres nocturnes»
ein Quintett für Erste Violine, Geige, Bratsche, Violoncello und eine Frauenstimme
mit Versen des späten Joachim Ringelnatz

1. Vor der Schallplatte einer Katze
2. Liedchen (I)
3. Leere Nacht
4. Liedchen (II)
5. Nacht ohne Dach
6. Du und die Nacht

Ludwig van Beethoven (1770–1827):
Streichquartett in F-dur, op.18/1

1. Allegro con brio
2. Adagio affettuoso ed appassionato
3. Scherzo: Allegro
4. Allegro

Ottorino Respighi (1879–1936):
«Il Tramonto» (Der Sonnenuntergang)
für Mezzosopran und Streichquartett


Der Zauber des Ungesagten

Im ersten Konzert der Reihe singt Juliane Banse lakonische Verse von Joachim Ringelnatz – die
«Rencontres nocturnes», 2019 vom Schweizer Komponisten Roland Moser für die Sopranistin und das Merel Quartett vertont. Hier liegt ein Zauber im Ungesagten, der aber ohne das Gesagte der Verse unwirksam wäre. In nächtlichen Begegnungen finden die Sängerin und das sie begleitende Streichquartett räumlich und musikalisch zusammen.
Auch im Gedicht «Sonnenuntergang», vertont von Ottorino Respighi, geht es um das Unaussprechliche einer Beziehung.
In Ludwig van Beethovens Streichquartett, op. 18/1, ebenfalls gespielt vom Merel Quartett, entwickelt sich im zweiten Satz eine grosse Dramatik – nicht etwa durch ein Fortissimo, sondern durch die als fast unerträglich empfundene Stille von Generalpausen.


Juliane Banse

Wenige Künstler ihrer Generation sind auf so vielen Gebieten mit verschiedenstem Repertoire so erfolgreich wie Juliane Banse. Ihr Opernrepertoire reicht von der Feldmarschallin, der Figaro-Gräfin, Fiordiligi, Donna Elvira und Vitellia über Genoveva, Leonore, Tatjana, Arabella bis hin zu Grete (in Franz Schrekers «Der ferne Klang»). Ihren künstlerischen Durchbruch erlangte sie bereits 20-jährig als Pamina an der Komischen Oper Berlin.

Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Ab dem Wintersemester 2016/2017 übernahm sie selbst eine Gesangsprofessur an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Auch im Konzertbereich ist die Künstlerin mit einem weit gefächerten Repertoire gefragt. Sie hat mit zahlreichen namhaften Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Mariss Jansons, Zubin Mehta und Manfred Honeck.

Liederabende sind seit jeher fester Bestandteil des Kalenders. So war Juliane Banse in letzter Zeit zu Gast bei der Schubertiade Vilabertran, in Oxford, bei der Liedwoche auf Schloss Elmau mit Wagners Wesendonck-Liedern oder im Rahmen der ersten Konzerte im neuen Boulez-Saal in Berlin.

Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den Echo Klassik: Braunfels’ Jeanne D’Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman.

julianebanse.de


Merel Quartett

Die Wiener Zeitung schrieb über das Merel Quartett von dem “wundersam genau musizierenden und tonlich vorzüglich aufeinander eingeschworenen Ensemble”, die Neue Zürcher Zeitung pries das Spiel des Quartetts als „äusserst expressiv und mit feinem Gespür für Form, Klang und Rhetorik”.

Die vier Musiker des 2002 in Zürich gegründeten Merel Quartetts verfügen über ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Immer wieder wird das Quartett besonders wegen seines enormen stilistischen Bewusstseins und seiner Vielseitigkeit geschätzt. Es verfügt über ein umfangreiches Repertoire, das drei Jahrhunderten umfasst: von Bachs „Kunst der Fuge“ bis zu Werken von zeitgenössischen Komponisten wie Kurtág, Saariaho, Szeghy und Holliger.

Seine rege, europaweite Konzerttätigkeit führt das Merel Quartett in renommierte Konzertsäle wie u.a. die Wigmore Hall in London und die Tonhalle Zürich; daneben ist das Quartett zu Gast bei wichtigen internationalen Festivals wie dem Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen, dem Kunstfest Weimar, dem Menuhin Festival Gstaad und den Ittinger Pfingstkonzerten. Zu den kammermusikalischen Partnern gehören Künstler und Ensembles wie Ruth Ziesak, Juliane Banse, Dénes Várjon, Heinz Holliger, Jörg Widmann, Erich Höbarth, Thomas Demenga und Nobuko Imai.

Regelmässige Radioübertragungen bei Schweizer Radio SRF, Radio Suisse Romande und deutschen und italienischen Radiosendern haben dem Merel Quartett weitere Anerkennung eingebracht. Zur neuen CD mit dem Oktett und dem Streichquartett op.12 von Mendelssohn schreibt Pizzicato: „So überzeugt das Merel Quartet insbesondere mit sehr licht und sensibel ausgeleuchteten leisen Passagen im Es-Dur Quartett. So wird, wie dann auch im Oktett, die feenhafte Seite in Mendelssohns Musik sehr schön schwebend deutlich gemacht. Das gefällt!“

merelquartet.com

 

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