4. Langenbrucker Konzertfrühling 2020:
Hopkinson Smith, Laute

Samstag, 23. Mai 2020, 19.30
Reformierte Kirche Langenbruck
Eintritt frei

Hopkinson Smith, 8-chörige Laute

«Hopkinson Smith, without doubt the finest lute player in the world today.»
San Francisco Chronicle

Englische und Italienische Lautenmusik des Golden Age

Werke von
John Dowland (1563–1626)
Anthony Holborne (?–1602),
Giovanni Girolamo Kapsperger (1580–1646)
John Johnson (?–1594)
und Improvisationen


Programm:

«Mad Dog»

● Grüezi Langenbruck (Improvisation)

● Fare thee well (Anthony Holborne)
● Muy Linda (Anthony Holborne)
● My Selfe (Anthony Holborne)
● Mad Dog (Anthony Holborne)

● Passion (Anthony Holborne)
● Day’s End Pavan (John Johnson)
● The Fairy Round (Anthony Holborne)

● Fantasy 5 (John Dowland)
● Mrs White’s Nothing (John Dowland)
● Prelude (John Dowland)
● Fantasy 6 (John Dowland)

● Toccata Arpeggiata (Giovanni Girolamo Kapsperger)
● Toccata sesta (Giovanni Girolamo Kapsperger)

● Lady Clifton’s Spirit (John Dowland)
● As it fell on a holy eve (Anthony Holborne)
● Heigh Ho Holiday (Anthony Holborne)

● Schlof guet Langenbruck (Improvisation)

Renaissancelaute von Joel van Lennep, New Hampshire, 1978 gebaut.

Der intime Klangraum der Laute

Die Laute ist wie geschaffen für eine Konzertreihe, welche die Stille in ihrem Motto trägt. Ihre verhaltenen Klänge lassen die Stille immer wieder durch das feine Tongeflecht hindurchschimmern. Hopkinson Smith mit seinem virtuosen, aber nie effekthascherischen Spiel weiss sich meisterlich zu bewegen in diesem intimen Klangraum. Stellt sich das Ohr darauf ein, nimmt es überrascht wahr, wie viele musikalische –und damit auch emotionale – Nuancen ihm ein Meister entlocken kann.

Im Langenbrucker Programm wird auf der Laute nicht nur getanzt, geliebt und fantasiert, nein, da bellt auch mal ein verrückter Hund – der «Mad Dog» nämlich in Anthony Holbornes gleichnamigem Stück. Neben Holborne stehen drei weitere Komponisten aus der Blütezeit der Lautenmusik auf dem Programm: John Dowland, Giovanni Kapsberger und John Johnson. Sie alle wirkten Ende des 16. und in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts. Eine Brücke zur Jetztzeit schlägt der Lautenist, indem er vierhundert Jahre später, nämlich im Moment des Konzerts, zwei Improvisationen spielt, die unserem Passdorf gewidmet sind: «Grüezi Langenbruck» zu Beginn und «Schlof guet Langenbruck» zum Abschluss.


Hopkinson Smith

Der 1946 in New York geborene schweizerisch-amerikanische Lautenist Hopkinson Smith schloss 1972 sein Studium in Harvard mit Auszeichnung in Musik ab. Seine Instrumentalstudien führten ihn nach Europa, wo er mit Emilio Pujol, einem grossen Pädagogen der katalanischen Kunsttradition, und mit dem Schweizer Lautenisten Eugen Dombois zusammenarbeitete, dessen Konzept der organischen Einheit zwischen Interpret, Instrument und historischer Zeit ihn nachhaltig geprägt hat. Er war an zahlreichen Kammermusikprojekten beteiligt und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Ensembles Hespèrion XX.

Seit Mitte der 80er Jahre konzentriert er sich fast ausschliesslich auf das Solorepertoire für alte Zupfinstrumente und hat eine Reihe von preisgekrönten Aufnahmen für Astrée und Naïve produziert, darunter spanische Musik für Vihuela und Barockgitarre, französische Lautenmusik der Renaissance und des Barocks, englische und italienische Musik des 16. und des frühen 17. Jahrhunderts und Musik des deutschen Hochbarocks.

Die im Jahr 2000 erschienene Aufnahme seiner Lautenarrangements der Bach-Soloviolinsonaten und -partiten wurde von der Presse weltweit gefeiert. Das Magazin Gramophone nannte es «die beste Aufnahme dieser Werke auf jedem Instrument». Eine Dowland-Aufnahme, die Anfang 2005 veröffentlicht wurde, gewann einen Diapason d’Or und wurde in einer Rezension der New York Times als «wunderbar persönlich» bezeichnet.

Eine Aufnahme mit Musik von Francesco da Milano wurde im November 2009 mit dem Diapason d’Or de l’Année (dem französischen Äquivalent eines Grammy) ausgezeichnet und als «die erste Aufnahme, die dem Ruf von Francesco gerecht wird» bezeichnet. Eine CD mit den ersten drei Bach-Cellosuiten auf der deutschen Theorbe, erschienen 2013, gewann einen Diapason d’Or und wurde im BBC Music Magazine als «totally riveting» bezeichnet.

Hopkinson Smith hat Meisterkurse in Ost- und Westeuropa, Nord- und Südamerika,in  Australien, Neuseeland, Korea und Japan gegeben, wobei er manchmal den Lebensstil eines Einsiedlers mit dem eines Zigeuners kombiniert. In den Jahren 2007 und 2009 gab er Konzerte und Workshops in Palästina unter der Schirmherrschaft der Barenboim-Said Foundation und der Schweizer Kulturstiftung. Im Jahr 2010 erhielt er den Musikpreis der italienischen Region Apulien mit der Aufschrift «maestro dei maestri, massimo interprete delle musiche per liuto dell’antica Europa Mediterranea». Er lebt in Basel, Schweiz, wo er an der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtet.

https://www.hopkinsonsmith.com/

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