4. Langenbrucker Konzertfrühling 2020:
Omar Zoboli und Sergio Delmastro

Sonntag, 24. Mai 2020, 10.30
Reformierte Kirche Langenbruck
Eintritt frei

Omar Zoboli, Oboen

«Grosse interpretative Intelligenz, reiner Belcanto, überwältigende Virtuosität.»
Diapason zu Omar Zobolis CD: Pasculli, der Paganini der Oboe

Sergio Delmastro, Klarinetten und Keyboard

«Sergio Delmastro erwies sich als ein brillanter Improvisator, mit stupender Virtuosität und herzerfrischender Ausdruckskraft.»
The Weekly Chronicle


«Miniaturen, Monologe, Dialoge»

  • Aus dem «Cantatorium» der Nonantola Abtei, Anonymus, Neuntes Jahrhundert
  • Omar Zoboli, Sergio Delmastro, Improvisation «Langenbruck»
  • Johann Sebastian Bach (1685–1750), Prélude in C-Dur, BWV 939
  • Wilhelm Friedemann Bach (1710–1784), Duett Nr. 1, 1. Satz,  Allegro
  • Peter Schickele (*1935), «Gardens» (1968)
  • Igor Stravinsky (1882–1971), Nr. 3 aus 3 Stücke für Klarinette solo (1919)
  • Wilhelm Friedemann Bach, Duett Nr 1, 2. Satz, Adagio
  • Erik Satie (1866–1925), «3 Gnossiennes» (1890)
  • Rena Hauser (*1984), «5 Miniaturen» (2020, Uraufführung)
  • Béla Bartók (1881–1945), «Ein Abend auf dem am Lande» (1940)
  • Wilhelm Friedemann Bach, Duett Nr. 1, 3. Satz, Allegro
  • Robert Bariller (1918–1980), Paysages: Brûmes matinales, Le marché

Musik aus der Stille

Virtuos, verspielt und auch humorvoll erzählen Omar Zoboli und Sergio Delmastro dem Publikum auf ihren Instrumenten musikalische Kurzgeschichten, rezitieren Gedichte, Kinderreime und Aphorismen – allesamt kurze Stücke, die aus der Stille heraus aufklingen und bald wieder in sie aufgehen. Die Musiker präsentieren ein abwechslungsreiches Programm von Kleinwerken, das über tausend Jahre Musikgeschichte umfasst. Vom mittelalterlichen «Cantatorium» der italienischen Nonantola-Abtei über Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Wilhelm Friedemann bis zu Igor Strawinski, Erik Satie, Béla Bartók, Peter Schickele und Robert Bariller.

Speziell für das Konzert in Langenbruck werden Omar Zoboli und Sergio Delmastro improvisatorisch einen musikalischen Dialog über Langenbruck halten und 5 Miniaturen der Schweizer Komponistin Rena Hauser uraufführen.


Omar Zoboli

Geboren in Modena (Italien), studierte Omar Zoboli bei Sergio Possidoni, Heinz Holliger und Paul Dombrecht. Entscheidende Impulse erhielt er von Nikolaus Harnoncourt and Frans Brüggen. Schon früh machte er mit seinen Schallplatteneinspielungen auf sich aufmerksam – insbesondere mit Werken von Pasculli, dem «Paganini der Oboe».

Seine weltweite Konzerttätigkeit führt ihn zu bedeutenden Festivals in Europa, Japan, Nord- und Südamerika. Als Solo-Oboist hat Omar Zoboli im Rundfunk-Orchester Neapel, im Orchestra della Radio Svizzera Italiana, Lugano, im Sinfonie-Orchester St.Gallen und im Kammerorchester Basel gewirkt; auf Barock- und klassischen Oboen hat er u.a. mit Concentus Musicus Wien (Nikolaus Harnoncourt), mit Il Giardino Armonico (Giovanni Antonini), mit dem Scintilla-Orchester, Zürich, und mit den Barocchisti (Diego Fasolis) gespielt.

Viele zeitgenössische Komponisten (Niccolò Castiglioni, Sylvano Bussotti, Paul Glass, Alessandro Lucchetti, Luca Mosca, Eric Gaudibert, Francesco Hoch, Albert Möschinger, Mario Pagliarani und andere mehr) haben ihm Werke gewidmet.

Als begehrter Lehrer hält er Fortbildungskurse in England (am London Royal College und der Royal Academy of Music, in Manchester und Birmingham), Portugal, Spanien, Deutschland, Holland, Schweden, in der Tschechischen Republik, in Italien, in der Schweiz, in Südamerika und in China. Er ist Professor an der Hochschule für Musik Basel und Lugano.

omarzoboli.ch


Sergio Delmastro

lernte sehr früh Klavier spielen und studierte später Klarinette, Gesang und Komposition am Turiner Konservatorium.

Als Solist und Kammermusiker spielte er mit Kammerensembles wie I Solisti Veneti, dem Trio Matisse, dem Zagreb Quartet, dem Prajak Quartet, den Moscow Soloists und dem Ottetto Classico Italiano, welches er mit Omar Zoboli gegründet hat. Ausserdem war er erster Klarinettist des Radiosinfonieorchesters Turin und des Kammerorchesters «I virtuosi Italiani». Seine zahlreichen CD-Einspielungen finden sich auf Labels wie Nuova Era, Stradivarius, BMG Ricordi, und MGA (Paris).

Seit 30 Jahren lehrt er an verschiedenen italienischen Konservatorien und seit 1994 am Konservatorium «Giuseppe Verdi» in Mailand. Viele seiner ehemaligen Studenten sind heute Soloklarinettisten in bedeutenden Orchestern oder Lehrer an Musikhochschulen. Er war vielfach Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe. Sein Buch «Leggere e Improvisare: Clarinetto» ist beim Verlag Carisch erschienen.

 

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