Ivo Haun CCRenRe

Freitag, 31. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Konzert
in der reformierten Kirche Langenbruck
Eintritt frei, Kollekte

«SO SWEET IS SHE»

Ein Märchen von Liebe, Leben und Tod
Werke von Dowland, Monteverdi, Senfl und Janequin

Ivo Haun, Gesang und Laute

„Was ist Liebe? Sie ist nicht im Jenseits.
Die gegenwärtige Freude lacht gerade jetzt!
Was kommen wird, ist noch ungewiss:
So ist der Aufschub ist kein Gewinn!
So komm und küsse mich, du süsse Zwanzigjährige,
Die Jugend ist ein Zustand, der nicht Bestand hat."
(Frei übersetzt aus William Shakespeare, Twelfth Night)

Am Abend des 31. Oktobers verwandelt sich die reformierte Kirche Langenbruck in eine Bühne der leisen Töne, der grossen Gefühle – und der musikalischen Magie vergangener Jahrhunderte. Der Verein Kulturbruck freut sich, den renommierten brasilianischen Sänger und Lautenisten Ivo Haun. mit seinem Soloprogramm «So sweet is she» nach Langenbruck zu bringen.

In diesem musikalischen Märchen erzählt Haun die bewegende Geschichte eines jungen Mannes aus dem 16.Jahrhundert – auf der Suche nach Liebe, Erfüllung und dem Sinn des Lebens. Mit Liedern von John Dowland, Claudio Monteverdi, Ludwig Senfl, Etienne Moulinié und Clement Janequin lässt er die Klangwelt der Renaissance aufleben. Zwischen den Musikstücken sorgen Rezitationen aus den Werken Shakespeares für poetische Tiefe und emotionalen Kontext.

«Die Lieder dieser Zeit sprechen direkt zur Seele. Liebe, Schmerz, Hoffnung – das ist universell. Diese Musik bringt uns die Menschen von damals ganz nahe. Ich glaube, wir alle tragen Geschichten in uns, die von Sehnsucht handeln. Meine Musik will genau da ansetzen – beim tiefsten Menschlichen.»  sagt Ivo Haun über sein Programm.

Ivo Haun de Oliveira ist ein renommierter Tenor und Lautenist, bekannt für seine fesselnden Interpretationen der Alten Musik. Geboren in Frankreich und aufgewachsen in Brasilien, zog er 2010 nach Basel, Schweiz, um an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis ein weiterführendes Studium aufzunehmen. Unter der Anleitung von Gerd Türk und Richard Levitt erwarb er 2015 seinen Masterabschluss in Gesang der Alten Musik.
Ivo ist auf die virtuosen Gesangsstile der Renaissance- und Frühbarockzeit spezialisiert, und seine Kunst zeichnet sich durch eine tiefe Verpflichtung zur historischen Authentizität aus. Zu seinen Fachgebieten gehören Improvisation, darunter improvisierter Kontrapunkt, historische Schauspieltechniken, Rhetorik in der musikalischen Darbietung sowie die Arbeit mit Originalnotationen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Als Lautenist begleitet er sich oft selbst und verleiht seinen Auftritten so eine einzigartige Dimension.
Im Jahr 2020 wurde Ivos Talent mit dem Bovicelli-Preis beim Bovicelli-Wettbewerb auf Schloss Weissenbrunn ausgezeichnet. Sein Engagement für das Handwerk geht über die reine Aufführung hinaus: Er hat sein Wissen über historische Improvisation bei angesehenen Festivals wie dem Ex Tempore Festival in Leipzig und dem Festival de Musique Improvisée de Lausanne weitergegeben.
Ivos Vielseitigkeit als Solist und Ensemblesänger hat zu Kooperationen mit renommierten Gruppen geführt, darunter das La Cetra Vokalensemble und Barockorchester unter Andrea Marcon, La Morra unter der Leitung von Corina Marti und Michał Gondko, Thélème unter Jean-Christophe Groffe, die Basler Madrigalisten unter Raphael Immoos und Le Miroir de Musique mit Baptiste Romain. Seine Auftritte wurden bei namhaften Festivals für Alte Musik und Konzertreihen in Europa, den Vereinigten Staaten und Fernost präsentiert. Kritiker loben Ivos Auftritte für ihre emotionale Tiefe und technische Präzision. Kritiker loben Ivos Auftritte für ihre technische Präzision und seine Fähigkeit, ein breites Spektrum menschlicher Emotionen durch Musik zu vermitteln.
Abseits seiner musikalischen Tätigkeiten findet Ivo Ruhe in der Natur und zieht sich oft in die Wälder oder Berge zurück, um neue Energie zu tanken. Diese Verbindung zur Natur bereichert seinen künstlerischen Ausdruck und erlaubt es ihm, eine tiefe Authentizität und Leidenschaft in seine Auftritte einzubringen.

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