Sonntag, 16.3.2025, 17 Uhr (Türöffnung 16 Uhr)
Konzert
in der Reformierten Kirche Langenbruck
Anschliessend Apéro
Eintritt frei, Kollekte
«Idylle»
Französische Chansons aus vier Jahrhunderten
Lea Desandre, Mezzosopran
Thomas Dunford, Theorbe
Wir sind sehr glücklich, dass Lea Desandre und Thomas Dunford kurzfristig zugesagt haben, ihr Programm "Idylle" in Langenbruck aufzuführen!
Zum Programm
IDYLLE - Substantiv, feminin
1. kleines, verklärtes Hirtengedicht
2. naive, zarte Liebelei
Liebe, Musik und Natur.
2015, genau acht Jahre ist es her, dass diese Idylle in den verwunschenen Gärten der Vendée das Licht der Welt erblickte.
Gibt es etwas Schöneres für zwei Musikliebende, als sich im zarten Zauber einer beseelten Natur zu begegnen?
Träume wurden in diesem Idyll geboren.
Träume von gemeinsamen Erfahrungen, Reisen und Entdeckungen, von Verbundenheit, Austausch und Erhebung.
Seit acht Jahren schöpft dieses musikalische Epos nun schon seine Kraft aus unserer Zweisamkeit, denn wir teilen dieselbe Liebe zum Detail, wir hören in Farben und Worten und scheuen kein Risiko.
Das Abenteuer begann mit Michael Lambert, Marc-Antoine Charpentier, Robert de Visée und Sebastien le Camus im Herzen des französischen Bocages. Mit Leidenschaft widmeten wir uns dem Repertoire der Air de Cour, der französischen Hof-Arie, und teilten die Freude an dieser Musik mit dem französischen, aber auch dem spanischen, italienischen, englischen, schweizerischen, holländischen, polnischen, österreichischen, deutschen und belgischen Publikum. Dabei wurde uns bewusst, welche Wirkung diese Musik innehatte: Ihre Texte, im Dienste der Melodien, erzählen von universellen Themen, von Liebe und Natur.
2019 liessen wir die schönsten Werke der Barockzeit mit denen der Belle Époque tanzen und in französischen Chansons, Tänzen und Melodien: Reynaldo Hahn, Claude Debussy und André Messager. Sie begegneten sich wie alte Freunde. Was hielt uns jetzt noch auf? Wenn die Air de Cour das Chanson das französische Lied von heute war, dann konnten wir unsere Geschichte auch bis in die Gegenwart verlegen. Und wer konnte die Musik mit ihrer Poesie besser zum Leuchten bringen als Barbara und Françoise Hardy? Und wer könnte unsere Reise durch die Schätze der französischen Musikgeschichte besser krönen als Offenbach, mit einer gebührenden Prise Romanze?
"Sende glühende Liebe in unsere Herzen, Gib uns Liebe zurück, sie allein nur ist Glück."
LEA & THOMAS
(Einführungstext zur CD "Idylle", 2023, übersetzt von Sanna Hansen)
Programm
• Honoré d’Ambruys (1660-1702): Le doux silence de nos bois
• Reynaldo Hahn (1874-1947): Néère (from Études latines)
• Françoise Hardy (1944-2024): Le temps de l’Amour
• Erik Satie (1866-1925: Gnossienne No. 1
• Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) : Celle qui fait tout mon tourment
• Marc-Antoine Charpentier : Auprès du feu l’on fait l’amour
• Marc-Antoine Charpentier : Tristes déserts, sombre retraite
• André Messager (1853-1929): J’ai deux amants
• Erik Satie : Gymnopedie No.1
• Michel Lambert (1610-1696): Ma bergère est tendre et fidèle
• Reynaldo Hahn : A Chloris
• Marc-Antoine Charpentier : Sans frayeur dans ce bois
• Robert De Visée (1652-1730): Sarabande (from Suite No. 7 in D minor)
• Françoise Hardy : Le premier bonheur du jour
• Sébastien Le Camus (1610-1677): On n’entend rien dans ce bocage
• Claude Debussy (1862-1918) : Mes longs cheveux descendent (from Pelléas et Mélisande)
• Michel Lambert : Ombre de mon amant
• Michel Lambert : Vos mépris chaque jour
• Robert De Visée : Chaconne (from Suite No. 7 in D minor)
• Barbara (1930-1997): Dis, quand reviendras-tu ?
• Sébastien Le Camus : Laissez durer la nuit
• Jacques Offenbach (1819-1880): Amour divin
Lea Desandre

"Lea Desandre brought life and beauty to everything she touched"
New York Times
Die französisch-italienische Mezzosopranistin Lea Desandre, von Opus Klassik 2022 zur „Sängerin des Jahres“ gekürt und mit dem Prix de la Critique 2024 ausgezeichnet, ist eines der inspirierendsten Talente ihrer Generation.
Ihre szenische Kunstfertigkeit und Musikalität haben ihr Auftritte an einigen der renommiertesten Bühnen der Welt beschert, darunter die Opéra National de Paris, die Salzburger Festspiele, das Festival d'Aix-en-Provence, die Carnegie Hall, das Sydney Opera House oder auch die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles.
Zu ihren nächsten Terminen in den Jahren 2024-25 gehören: Les Nuits d'Eté (Berlioz) mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France/Mikko Franck, ein neues Recital mit Alexandre Kantorow und das Idylle-Programm mit Thomas Dunford. Außerdem wird sie mit dem Ensemble Jupiter mit Songs of Passion und einem Vivaldi-Programm auf Tournee gehen und eine Residency im Konzerthaus Dortmund antreten. An der Oper wird die Saison ganz im Zeichen einer Reihe neuer Rollen stehen: Sapho/Iphise/Eglé in Les Fêtes d'Hébé (Rameau) an der Opéra Comique, Poppea in Agrippina (Händel) am Opernhaus Zürich und zwei Bühnenproduktionen bei den Salzburger Festspielen.
In der vergangenen Saison hat sie sich in der Titelrolle von Médée (Charpentier) im Palais Garnier als „vollendete tragische Schauspielerin“ hervorgetan, ebenso wie als Idamante in Idomeneo (Mozart) am Grand Théâtre de Genève und als Ariodante (Händel) auf einer Europatournee.
Zu den Höhepunkten der letzten Jahre gehörten ihre Auftritte in Rollen wie Rosina in Il Barbiere di Siviglia (Rossini), Dido in Dido and Aeneas (Purcell), Urbain in Les Huguenots (Meyerbeer), Stéphano in Roméo et Juliette (Gounod) oder auch Timna in Samson (Rameau).
Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie in der Rolle des Cherubino in Le Nozze di Figaro (Mozart), die sie seit ihrem Debüt im Jahr 2021 in sieben verschiedenen Produktionen gesungen hat: beim Festival von Aix-en-Provence, an der Opéra National de Paris, im El Liceu in Barcelona, am Opernhaus Zürich, an der Oper Lausanne, an der Oper Ravenna und bei den Salzburger Festspielen.
Seit 2018 tritt sie jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen auf, insbesondere als Despina in Cosi fan Tutte (Mozart), Annio in La Clemenza di Tito (Mozart), Valletto/Amore in L'Incoronazione di Poppea (Monteverdi), Venus in Orphée aux Enfers (Offenbach) oder auch Abel in La Morte d'Abel (Kreutzer).
Ihre Liebe zur Kammermusik und die Vielseitigkeit ihrer Projekte führten zu Konzertreisen in die USA (NYC, Philadelphia, Washington, San Francisco, Los Angeles, San Diego), Kanada (Vancouver, Montreal, Toronto), Japan (Tokio, Osaka, Hokkaido), China, Korea, Australien (Perth, Melbourne, Sydney) und Europa: die Wigmore Hall, die Philharmonie de Paris, die Berliner Philharmonie, der Wiener Musikverein und das Konzerthaus Wien, Santa Cecilia Roma, die Hamburger Elbphilharmonie sowie die Opernhäuser von Bordeaux, Straßburg und Dijon.
Sie sang unter der Leitung von Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, William Christie, Myung-Whun Chung, Joana Mallwitz, Thomas Dunford, Adam Fischer, Raphaël Pichon, Carlo Rizzi, Cristian Macelaru, Manfred Honeck, Marc Minkowski, Jordi Savall und in Produktionen unter der Regie von Sir David McVicar, Barrie Kosky, Robert Carsen, Christof Loy oder Thomas Jolly.
Lea Desandre erhielt ihre Ausbildung zur Sängerin in Venedig bei Sara Mingardo. Im Jahr 2015 wurde sie Mitglied von William Christies Le Jardin des Voix, 2016 dann der Académie des Festivals von Aix-en-Provence. 2017 wurde sie bei den Victoires de la Musique Classique zur Offenbarung des Jahres gekürt, 2018 gewann sie den Prix HSBC und den Prix des Médias Francophones Publics. Neben ihrer Ausbildung als Sängerin ist Lea Desandre seit 12 Jahren auch klassische Tänzerin.
leadesandre.com
Thomas Dunford

Thomas Dunford wurde 1988 in Paris geboren und entdeckte die Laute im Alter von neun Jahren dank seiner ersten Lehrerin Claire Antonini. Er schloss sein Studium 2006 am Conservatoire de Paris (CRR) ab, wo er in der Klasse von Charles-Edouard Fantin einen einstimmigen 1.Preis.
Thomas Dunford setzte seine Studien an der Schola Cantorum in Basel bei Hopkinson Smith fort und nahm an mehreren Meisterkursen mit Künstlern vom Kaliber eines Rolf Lislevand und Julian Bream sowie an Workshops mit Eugène Ferré, Paul O'Dette, Pascale Boquet, Benjamin Perrot und Eduardo Eguez teil. Im Jahr 2009 erhielt er seinen Bachelor-Abschluss.
Von September 2003 bis Januar 2005 gab Thomas seine ersten Auftritte in der Rolle des Lautenisten in Shakespeares Zwölfte Nacht auf der Bühne der Comédie française. Seitdem gab Thomas Liederabende in der New Yorker Carnegie Hall und der Frick Collection, in der Londoner Wigmore Hall, im Washington Kennedy Center, bei der Vancouver Recital Society, bei Cal Performances in Berkeley, im Banff Center, im Palau de la Musica in Barcelona, bei den Festivals von Saintes, Utrecht, Maguelone, Froville, TAP Poitiers, beim WDR Köln, bei Radio France Montpellier und in der Saffron Hall. Er hatte zahlreiche Auftritte als Solist oder im Ensemble bei den renommiertesten europäischen Festivals wie Ambronay, Arc La Bataille, Bozar, La Chaise-Dieu, Nantes, Saintes, Utrecht und vielen anderen. Darüber hinaus ist er in England, Schottland, Irland, Spanien, Deutschland, Österreich, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz, Polen, Ungarn, Rumänien, Estland, der Tschechischen Republik, Bresilien, Kolumbien, Chile, Mexiko, den Vereinigten Staaten, Israel, China, Japan und Indien aufgetreten.
Thomas Dunfords erste Solo-CD „Lachrimae“, die er 2012 für das französische Label Alpha aufgenommen hat, wurde von der Kritik einhellig gelobt und mit dem Caecilia-Preis 2013 ausgezeichnet. Das BBC Magazine nannte ihn den „Eric Clapton der Laute“. Seine zweite CD „Labirinto d'Amore“ wurde mit dem „Choc“ der Zeitschrift Classica ausgezeichnet.
Thomas Dunford ist regelmäßig gefragt und spielt eine Vielzahl früher Zupfinstrumente mit den Ensembles Les Arts Florissants, Akadêmia, Amarillis, Les Ambassadeurs, Arcangelo, La Cappella Mediterranea, Capriccio Stravagante, Le Centre de Musique Baroque de Versailles, La Chapelle Rhénane, Clematis, Collegium Vocale Gent, Le Concert Spirituel, Le Concert d'Astrée, A 2 Violes Esgales, The English Concert, l'Ensemble Baroque de Limoges, La Fenice, Les Folies Francaises, das Irish Baroque Orchestra, Marsyas, Les Musiciens du Louvre, Les Musiciens du Paradis, Les Musiciens de Saint Julien, Les Ombres, Pierre Robert, Pygmalion, La Sainte Folie Fantastique, Scherzi Musicali, La Serenissima, Les Siècles, das Schottische Kammerorchester, La Symphonie du Marais...
Thomas Dunford interessiert sich für eine große Bandbreite an Musik, einschließlich Jazz, und arbeitet in Kammermusikprojekten mit Dirigenten und Solisten wie Paul Agnew, Leonardo Garcia Alarcon, Nicola Benedetti, Keyvan Chemirani, William Christie, Jonathan Cohen, Christophe Coin, Iestyn Davies, Lea Desandre, Isabelle Faust, Bobby McFerrin, Philippe Herreweghe, Monica Huggett, Alexis Kosenko, Francois Lazarévitch, Anne-Sophie von Otter, Trevor Pinnock, Patricia Petibon, Sandrine Piau, Anna Prohaska, Hugo Reyne, Anna Reinhold, Jean Rondeau, Skip Sempé, Jean Tubéry...
Hier ein Video als Beispiel der grossartigen Gesangskunst von Lea Desandre, zusammen mit Thomas Dunford, gefilmt in Mantua.
Und: "Dis quand reviendras-tu" von Barbara
